PRAXIS FÜR GANZHEITLICHE UND INDIVIDUELLE MEDIZIN

Verstopfung

Im Prinzip kennt das ein jeder: Verstopfung. Wenn das ab und an einmal der Fall ist, ist in der Regel eine ungünstige Ernährung die Ursache. Hier in meinem Artikel geht es aber um chronische, d.h. länger andauernde Verstopfungsphasen.

Wann spricht man denn überhaupt von Verstopfung?

Ein natürlicher und regelmäßiger Stuhlgang findet zwischen dreimal täglich und alle 3 Tage statt. D.h., wenn länger als 3 Tage kein Stuhlgang erfolgt, spricht man von Verstopfung. Hinzu kommt, dass der Stuhl dann hart und fest ist und evtl. Anstrengung oder gar Schmerzen beim Stuhlabsetzen vorhanden sind. Dies kommt daher, dass durch die längere Verweilzeit im Darm dem Stuhl viel Wasser entzogen werden kann. Zusätzlich entsteht manchmal auch das Gefühl, nicht vollständig Stuhl abgesetzt zu haben („unvollständige Entleerung“).

Was sind die Ursachen für Verstopfung?

  • Ernährungsfehler: zu viel Eiweiß (z.B. in Form von Fleisch und Wurst) und/oder zu wenig Obst, Gemüse und Ballaststoffe und/oder zu viel Zucker in der Nahrung
  • Eine zu geringe Trinkmenge
  • Zu wenig Bewegung
  • Ein Mangel an bestimmten Darmbakterien kann ebenfalls eine hartnäckige Verstopfung hervorrufen.
  • Die längere Anwendung von Abführmitteln
  • Medikamenteneinnahme, z.B. von Schmerzmitteln, Blutdrucksenkern, Antidepressiva, Eisenpräparaten,…)
  • Eine häufige Unterdrückung des Stuhldrangs
  • Mikronährstoffmängel
  • Reizdarmsyndrom (ist oft auch abwechselnd mit Durchfällen verbunden)
  • Verengungen im Darm durch Narben, z.B. nach Operationen
  • Muskuläre Problematiken (z.B. durch Beckenbodenschwäche)

Was können Sie also tun, um den Stuhlgang anzuregen?

  • Betätigen Sie sich sportlich!
  • Essen Sie ballaststoffreich (in Form von Gemüse und Obst)!
  • Essen Sie kleine Portionen zu festen Zeiten und kauen Sie gut.
  • Trinken Sie ausreichend (stilles) Wasser!
  • Nehmen Sie sich ausreichend Zeit zum Stuhlgang, am besten zu festen Zeiten.
  • Hausmittel gegen Stuhlverstopfung sind naturtrüber Dörrpflaumensaft oder Weintrauben.

In aller Regel bessert sich die Verstopfung durch diese Maßnahmen.

Was können Sie tun, wenn oben genannte Maßnahmen nicht erfolgreich sind?

In meiner Praxis gibt es die Möglichkeit, einen Stuhl-Test durchzuführen, der noch eine Reihe weiterer Ursachen für Verstopfung (z.B. ein Ungleichgewicht der Darmbakterien) feststellen kann. Eine entsprechend auf den Stuhlbefund abgestimmte mikrobiologische Therapie schlösse sich an.

Interesse? Fragen? Bitte kontaktieren Sie mich z.B. telefonisch (06433-946429) oder per Email (hier).

 

 

Säure-Basen-Haushalt: Sind Sie übersäuert?

In der Medizin wird die Übersäuerung als Azidose (Acidose) bezeichnet, wobei ich hier die akute Azidose, ein lebensbedrohlicher Zustand, ausklammere.

In diesem Artikel geht es ausschließlich um die chronisch-latente Übersäuerung.

Als chronische Übersäuerung bezeichnet man ganz allgemein den dauerhaften und schleichenden Vorgang in allen Körperzellen und Organen. Auch ein Mangel an verfügbaren Basen, die die Säuren nicht abpuffern können, kann zur Azidose führen.

Welche Symptome, Beschwerden oder Erkrankungen können auf eine chronische Übersäuerung hinweisen?

Z.B.

  • Antriebsschwäche
  • Müdigkeit
  • Allgemeine Schwäche bzw. rasches Ermüden
  • Konzentrationsprobleme
  • Appetitlosigkeit
  • Muskel- und/oder Gelenkschmerzen
  • Arthritis
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Hauterkrankungen, evtl. mit Juckreiz
  • Allergien
  • Steinbildung (z.B. Gallensteine, Nierensteine,..)
  • Gicht
  • Bluthochdruck
  • Osteoporose
  • Faltige Haut
  • Haarausfall
  • Fibromyalgie
  • Arthrose

Um ein Zuviel an Säuren ausscheiden zu können, müssen die Nieren richtig arbeiten und es muss ausreichend getrunken werden.

Dieses Zuviel an Säuren kann durch eine säureüberschüssige Ernährungsweise entstehen. Im Durchschnitt bestehen nur etwa 20 Prozent unserer Ernährung aus Basenbildnern wie Obst, Gemüse, Salat und Mineralwasser. Viel zu wenig, um die Säuren abzupuffern und ein natürliches Säure-Basen-Gleichgewicht zu schaffen. Optimal wäre ein Verhältnis von 70-80 Prozent Basen und 20-30 Prozent Säuren.

Anmerkung: Der pH-Wert der Nahrung selbst sagt nichts über die säure- oder basenbildenden Eigenschaften aus. Saure Zitrusfrüchte beispielsweise werden basisch verstoffwechselt, Milchprodukte werden dagegen sauer verstoffwechselt.

 

Diagnose:

pH-Teststreifen für den Urin sind in Bezug auf den Zustand des Säure-Basen-Haushalts nicht aussagekräftig. Sie messen nicht den Säurewert in den Körperzellen oder Geweben, sondern lediglich den des Urins, der sehr stark variieren kann. Nur ein Labortest kann den Säure-Basen-Status des Körpers zuverlässig bestimmen. Namentlich ist dies der „Säuren-Basen-Test nach Sandner“. Fragen Sie hierfür in meiner Praxis nach.

 

Behandlung:

Die beste und natürlichste Möglichkeit für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt ist eine basenüberschüssige Ernährung. Nehmen Sie also viel Obst und Gemüse in Ihren täglichen Speiseplan auf. Wenn sich allerdings bereits eine chronische Übersäuerung entwickelt hat, dann reicht eine Ernährungsumstellung meist nicht mehr aus. Hier gibt es dann verschiedene Basenpräparate, die eine Entsäuerungstherapie unterstützen können. Nähere Informationen dazu erhalten Sie in meiner Praxis, da unterschiedliche Substanzen und Gemische zur Therapie einer latenten Azidose eingesetzt werden.

Lassen Sie sich von mir beraten.

Rufen Sie mich an unter 06433-946429 oder schreiben Sie mir eine Email (hier).

Homöopathie in den Wechseljahren

Die Wechseljahre (Klimakterium) sind zwar keine Krankheit im eigentlichen Sinne, sondern eine natürliche Phase im Leben jeder Frau. Nichts desto trotz können die Wechseljahre Beschwerden bereiten. Hier können homöopathische Mittel eingesetzt werden. Es gibt eine ganze Reihe an Mitteln der Homöopathie, die angezeigt sein können. Exemplarisch möchte ich Ihnen zwei häufig verordnete Mittel, Lachesis und Sepia, vorstellen.

 

 

Lachesis:

Das homöopathische Mittel Lachesis wird aus dem Gift einer südamerikanischen Schlangenart gewonnen.

Lachesis hat sich sehr oft bei Hitzewallungen bewährt. Die Haut ist heiß, Sie schwitzen sehr stark. Unterbrochen wird das Schwitzen häufig durch Frieren und Kälteschauer, die „über den Rücken jagen“. Neben den Hitzewallungen treten evtl.  auch Herzklopfen oder Pulsrasen auf. Beides ängstigt. Gegebenenfalls ist der Blutdruck erhöht. Oft hat der/die Betroffene auch Kreislaufbeschwerden.

Lachesis ist für Menschen, die gerne und viel reden; einen richtigen Drang zum Reden verspüren. Sie sprechen schnell und wechseln häufig und abrupt das Thema.

Dieses wichtige Frauenmittel wird auch bei einer starken Ängstlichkeit (eben u.a. in den Wechseljahren) eingesetzt. Alle Sinne sind quasi übererregt. „Lachesis-Menschen“ ertragen Berührungen schlecht. Vor allem enge Kleidung am Hals (z.B. Rollkragen) wird als sehr unangenehm empfunden.

Viele Beschwerden finden sich auf der linken Körperseite.

 

Sepia:

Sepia, ein zweites, in den Wechseljahren sehr wichtiges Mittel, wird aus der Tinte des Tintenfisches gewonnen.

Frauen, die Sepia benötigen (das Mittel wird eher seltener bei Männern eingesetzt) sind schnell ärgerlich und reizbar. Sie weinen sehr leicht, können aber auch gefühlskalt und unnahbar sein. Gekennzeichnet ist das Befinden auch oft von einer Hoffnungslosigkeit. Sie sind gleichgültig gegen Familie und Pflichten.

Hitzewallungen können, neben Lachesis, auch auf Gaben von Sepia ansprechen. Hierbei sind die Hände heiß und die Füße kalt oder umgekehrt.

Hauptwirkungsorte von Sepia sind Becken und Unterleibsorgane. So hilft das Mittel oftmals bei Senkungsbeschwerden (Gebärmutter), Blasenschwäche bzw. einem „Herabdrängungsgefühl“ im Unterleib.

 

Bei beiden Mitteln habe ich nicht alle Eigenschaften bzw. zugeordnete Symptome aufgeführt. Auch genügt es nicht, anhand dieser wenigen Informationen zu entscheiden, ob das entsprechende Mittel auch wirklich das richtige für Sie ist.

Und: Homöopathische Mittel sind nur in Tiefpotenzen (D6, D12) in der Selbstmedikation einzusetzen. Um Wechseljahresbeschwerden zu behandeln, bedarf es in aller Regel höherer Potenzen. Hierfür sollten Sie einen Therapeuten zu Rate ziehen.

Haben Sie Fragen? Dann schreiben Sie mir eine Email (finden Sie hier) oder rufen Sie mich an unter 06433-946429. Ich freue mich!

Mikronährstoffe

Ganz allgemein bezeichnet man Stoffe als Nährstoffe, wenn diese vom Körper für die Aufrechterhaltung der Gesundheit benötigt werden. Sie werden mit der Nahrung aufgenommen und im Stoffwechsel verarbeitet.

Man unterscheidet zwei Gruppen unterschiedlicher Nahrungskomponenten:

  • Makronährstoffe wie Kohlenhydrate, Proteine (Eiweiße) und Fette.
  • Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe, essenzielle Fettsäuren und Aminosäuren.

Die Makronährstoffe können in den Zellen unseres Körpers nur verarbeitet und verwertet werden, wenn die Nahrung zusätzlich noch weitere Nährstoffe, die sogenannten Mikronährstoffe, enthält.

Mikronährstoffe werden, wie es der Name schon sagt, nur in sehr kleinen Mengen („mikro“) benötigt. Trotzdem gehören sie zu den wesentlichsten Nahrungsbestandteilen. Ohne sie könnten zahlreiche Funktionen wie Wachstum oder Energieproduktion nicht stattfinden. Fehlen einer oder mehrere dieser Stoffe, so entwickeln sich Mangelerscheinungen und Erkrankungen.

Zu den wichtigsten Mikronährstoffen gehören:

  • Vitamine: insbesondere die Vitamine A, B, C, D, E und K
  • Mineralstoffe: am wichtigsten sind hier Calcium oder Magnesium
  • Spurenelemente: z. B. Eisen, Zink, Selen und Mangan
  • sekundäre Pflanzenstoffe: wie Carotinoide
  • Fettsäuren: v.a. die aus Fischen bzw. Fischölen
  • Aminosäuren

Obst und Gemüse enthalten viele Mikronährstoffe. Ernähren wir uns ausgewogen mit frischem, und vor allem frisch geerntetem Obst und Gemüse, ist die Gefahr einer Minderversorgung eher nicht gegeben. Ist dies nicht möglich, und müssen Sie auf Obst und Gemüse aus dem Supermarkt zurückgreifen, sind die Gehalte an Mikronährstoffen oftmals sehr gering. Der Grund liegt einmal darin, dass durch Transport und Lagerung viele dieser wertvollen Mikronährstoffe zerstört wurden. Später zu Hause werden dann durch zu langes Erhitzen und Kochen die Mikronährstoffe weiter reduziert. D.h., über die tägliche Nahrung ist die Aufnahme von Mikronährstoffen zumeist unzureichend.

Zudem gibt es Phasen oder Situationen im Leben, in denen der Bedarf an Mikronährstoffen erhöht ist. Dies ist nicht nur z.B. bei Sportlern der Fall, sondern im Prinzip bei fast allen Erkrankungen.

Die Einnahme von Mikronährstoffen in Form von Arzneimitteln oder anderen Präparaten (Tabletten, Kapseln o.ä.) sollte jedoch nicht unkontrolliert erfolgen! Viel hilft da nicht immer viel!

Sind Sie ausreichend mit Mikronährstoffen versorgt oder haben Sie Sorge, unter einem Mikronährstoffmangel zu leiden?

In meiner Praxis erarbeite ich individuell für Sie, welche Mikronährstoffe in Ihrer Lebenssituation oder bei Ihrer Erkrankung wichtig sind. Mittels eines Blut-Tests wird dann bestimmt, bei welchen Mikronährstoffen eine Mangelversorgung vorliegt und wo Sie gut versorgt sind. Meine Empfehlung für die Einnahme entsprechender Arzneimittel schließt sich an. Hier achte ich besonders auf eine ausreichend hohe Dosierung und auch auf Präparate mit sehr guter Resorption (=Aufnahmefähigkeit in den Körper).

Interesse? Fragen? Kontaktieren Sie mich entweder telefonisch (06433-946429) oder über das Kontaktformular per Email.

 

Entspannung im Alltag

Nachfolgend finden Sie einige Tipps zur Entspannung, die manchmal wirksamer sind, als eine medizinische Behandlung beim Arzt. Um sich zu entspannen, können Sie natürlich auch Kurse, z.B. in Progressiver Muskelentspannung, Yoga, Phantasiereisen etc. besuchen, aber auch die kleinen Dinge im Alltag wollen verstanden und gesehen werden. Manchmal reichen hierfür schon wenige Minuten Zeit am Tag. Diese sollten es Ihnen wert sein!

Was können Sie also zu Ihrer Entspannung tun – am besten jeden Tag? Es genügen schon wenige Ideen…

  • Lassen Sie Dinge ihren Lauf und sehen Sie die Dinge „locker“, weniger verbissen, entwickeln Sie mehr Gelassenheit und lassen Sie einfach einmal „fünfe-gerade-sein“!
  • Akzeptieren Sie, dass manches nicht zu ändern ist.
  • Denken und handeln Sie pragmatisch.
  • Treffen Sie Entscheidungen (auch unangenehme!) und schieben Sie Unerledigtes nicht mehr vor sich her.
  • Bauen Sie Frustrationen ab!
  • Genießen Sie eine befriedigende Zärtlichkeit und Sexualität.
  • Bauen Sie eine übertriebene Selbstkontrolle und Selbstbeobachtung ab.
  • Legen Sie regelmäßige Pausen ein.
  • Machen Sie einen schönen Spaziergang und beobachten Sie dabei die Natur!
  • Nehmen Sie sich (mehr) Zeit für Hobbys!
  • Schlafen Sie ausreichend lange; vor allem am Wochenende!
  • Treffen Sie Freunde.
  • Verbringen Sie einen Nachmittag auf dem Sofa/im Bett mit „Nichtstun“!
  • Bewegen Sie sich regelmäßig.
  • Rufen Sie sich abends beim Einschlafen die Dinge, die schön waren, die für Sie positiv waren, ins Gedächtnis! Was ist Ihnen gut gelungen, wo waren Sie erfolgreich? An jedem Tag findet sich auf jeden Fall etwas! Sie müssen nur hinschauen!
  • Lachen Sie!
  • Singen Sie!
  • Tanzen Sie!

Wie Sie diese „Entspannungs-Momente“ in IHREN Alltag einbauen und umsetzen können, erfahren Sie bei mir! In meiner Praxis kombiniere ich das Gespräch auch gerne mit einer entspannenden Massage oder mit einer Akupunkturbehandlung, bei der entspannend wirkende Punkte genadelt werden.

Haben Sie Interesse oder Fragen? Dann rufen Sie mich an (06433-946429) oder schreiben Sie mir eine E-Mail.

Hashimoto-Thyreoiditis

Die Schilddrüsenerkrankung „Hashimoto-Thyreoiditis“ ist eine Autoimmunerkrankung, d.h. körpereigene Zellen greifen Zellen der Schilddrüse an und zerstören diese nach und nach, so dass dem Körper auch immer weniger Schilddrüsenhormone zur Verfügung stehen. Es kommt zu einer Entzündung der Schilddrüse mit einer ganzen Reihe an Symptomen, die meist denen einer Schilddrüsenunterfunktion ähnlich sind:

  • Verstärktes Frieren
  • Trockene Haut
  • Haarausfall und/oder schuppige und glanzlose Haare, brüchige Nägel
  • Häufig Verstopfung
  • verlangsamte Herzfrequenz
  • niedriger Blutdruck
  • Gewichtszunahme
  • Zyklusstörungen
  • Einschränkung in der Fruchtbarkeit
  • Schwellungen um die Augen
  • Kloßgefühl im Hals
  • Räusperzwang, Hüsteln
  • Verlangsamte Reflexe
  • Müdigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Depressive Stimmungslage
  • Gelenkschmerzen

Die Erkrankung Hashimoto-Thyreoiditis wird einmal mittels einer Blutuntersuchung und zum zweiten durch eine Ultraschall-Untersuchung der Schilddrüse diagnostiziert. Ihr Arzt verordnet Ihnen dann meist die Einnahme von Schilddrüsenhormonen (z.B. L-Thyroxin oder Euthyrox). Vielen ist damit geholfen und oben angeführte Symptome der Schilddrüsenunterfunktion bessern sich allmählich. Einer ganzen Reihe von Patienten geht es aber mit der alleinigen Einnahme von Schilddrüsenhormonen nicht gut und/oder viele der Symptome bleiben weiterhin bestehen.

Hier setzt meine naturheilkundliche Therapie an:

  • Ursachensuche: Wodurch wurde die Hashimoto-Thyreoiditis ausgelöst? Oftmals ist zeitgleich ein hormonelles Ungleichgewicht aufgetreten. Da das Geschlechts-Hormon-System und auch die Hormone der Nebennierenrinde eng miteinander verzahnt sind, können Schilddrüsenerkrankungen häufig nur richtig behandelt werden, wenn das gesamte Hormonsystem in Betracht und dann in die Therapie mit einbezogen wird. In meiner Praxis veranlasse ich Speichel-Hormon-Tests, um hormonelle Ungleichgewichte festzustellen.
  • Stress und Psyche können die Schilddrüse belasten und aus dem “Takt” bringen. Meine homöopathische Behandlung kann hier ansetzen.
  • Ernährungsberatung: eine glutenhaltige Ernährung kann die Schilddrüsenentzündung forcieren.
  • Hatten Sie in der Vergangenheit einen Virusinfekt? Dies muss als Ursache in Betracht gezogen werden. Behandelt wird mittels Homöopathie.
  • Haben Sie eine Nebennierenschwäche? Die Nebenniere stellt z.B. Cortisol her; ein “Stress-Hormon”. Zuviel oder zu wenig Cortisol belastet auch die Schilddrüse. Dies kann ebenfalls durch einen Speichel-Test festgestellt und anschl. therapiert werden. Hierfür kommen bioidentische (=natürliche) Hormone in potenzierter Form zum Einsatz.
  • Mikronährstoffe: Folgende Mikronährstoffe sind bei Hashimoto-Thyreoiditis häufig defizitär: Eisen, Selen, Zink, Vitamin D, Vitamin B12, Magnesium, L-Tyrosin (eine Aminosäure) und Vitamin A. Ob dies bei Ihnen zutrifft, kann durch einen Bluttest in meiner Praxis (bzw. in meinem Partnerlabor) getestet werden. Die Therapie sieht dann die Substitution derjenigen Mikronährstoffe vor, die nicht ausreichend zur Verfügung stehen, da Ihre Schilddrüse nur richtig „arbeiten“ kann, wenn sie gut mit den so wichtigen Mikronährstoffen versorgt wird.

 

Das Ziel meiner naturheilkundlichen Behandlung besteht darin, den Entzündungsprozess in der Schilddrüse zu verlangsamen und ggf. aufzuhalten, damit die Zerstörung der Schilddrüse nicht weiter fortschreitet. Sehr wichtig ist mir auch, für Sie eine bessere Lebensqualität zu erreichen. Durch meine Therapien soll Ihre Schilddrüse angeregt werden, wieder besser zu “arbeiten”.

Haben Sie Fragen? Dann rufen Sie mich an unter 06433-946429 oder schreiben mir eine E-Mail über das Kontaktformular.

 

Blähungen

Wer kennt das nicht: der Bauch ist dick, voller Luft, eben aufgebläht!? Manchmal will diese Luft entweichen, manchmal „steckt sie aber auch fest“, und die Blähungen gehen nicht als Wind – mehr oder weniger geruchsintensiv – ab. Ab und zu, besonders nach einem schweren Essen, unter Blähungen zu leiden, ist nicht ungewöhnlich und auch nicht besorgniserregend. Leiden Sie aber über eine längere Zeit unter Blähungen und kommen evtl. auch noch Schmerzen wie z.B. Bauchkrämpfe hinzu und ist unter Umständen auch noch Durchfall oder Verstopfung dabei, sollten Sie Ihren Darm untersuchen lassen. Denn im Darm liegt die Ursache der Blähungen! Ganz allgemein gesprochen sind ständige Blähungen die Folge von Gasbildung im Darm. Gasbildung im Darm ist erst einmal nichts Ungewöhnliches. Entstehende Gase werden normalerweise problemlos vom Organismus absorbiert und über die Lunge wieder abgeatmet. Blähungen sind allerdings keine harmlose Luft, sondern giftige Fäulnisgase, die nicht nur das Verdauungssystem und seine Darmflora schädigen, sondern den gesamten Organismus, insbesondere auch die Leber, belasten können. Aus diesem Grunde ist es nötig, Blähungen schnell aus dem Körper auszuleiten.

Hand on belly with heart shaped fingers

Blähungen entstehen durch ein Ungleichgewicht in der Darmflora, wenn sich dort überwiegend verstärkt gasbildende Darmbakterien finden. Die Ursachen hiervon können sein:

  • ungesunde Ernährung, z.B. durch zu viele Kohlehydrate (Weißmehlprodukte, Zucker) und/oder durch zu viel Eiweiß (insbesondere tierische Eiweiße)
  • Blähungen durch ungesunde/schlechte Essgewohnheiten, wie z.B. spätes oder nächtliches Essen, hastiges Essen, mangelhaftes Kauen, kurze Einspeichelung, zu große Mengen
  • falsche Lebensmittelkombinationen; hier sind besonders folgende Kombinationen ungünstig: Getreideprodukte mit Obst oder Getreideprodukte mit Milchprodukten
  • Blähungen können auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hinweisen, wie z.B. auf eine Fructose-, Lactose-, Histamin- oder Glutensensitivität. Diese Unverträglichkeiten bzw. Intoleranzen können in meiner Praxis relativ schnell und einfach überprüft bzw. ausgeschlossen werden.
  • Unverträglichkeiten auf einzelne Lebensmittel, z.B. Hülsenfrüchte, Rohkost,…Blähungen als Nebenwirkungen von Medikamenten
  • beim sog. Reizdarm können Blähungen als Symptom auftreten, oftmals in Kombination mit wechselnden Stuhlqualitäten
  • Blähungen können bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen auftreten
  • Eine geschwächte Leber kann – neben Kopfschmerzen und Müdigkeit – auch Blähungen auslösen
  • eine allgemein „schwache“ Verdauung, wenn Bauchspeicheldrüse und/oder Leber/Gallenblase zu wenig Verdauungsenzyme bereitstellen
  • Länger andauernder Stress kann Blähungen verursachen
  • Zuckeraustauschstoffe (Sorbit, Xylit, Maltit) können Blähungen hervorrufen

Was können Sie also gegen Ihre Blähungen tun?

  1. Führen Sie ein Ernährungs-Tagebuch, um evtl. Unverträglichkeiten herauszufinden.
  2. Lassen Sie Ihre Darmflora analysieren. Hierfür geben ich Ihnen ein Stuhlröhrchen mit; die Auswertung erfolgt in meinem Partnerlabor.
  3. In meiner Praxis können Sie Nahrungsmittelunverträglichkeiten abklären lassen. Hierfür gibt es eine ganze Reihe an Tests (im Stuhl oder im Blut), die in meinem Partnerlabor ausgewertet werden.
  4. Essen Sie frisch und natürlich und bereiten Sie Ihr Essen möglichst selbst zu (ohne Fertiggerichte).
  5. Sorgen Sie für regelmässige, nicht zu späte und nicht zu große Mahlzeiten.
  6. Essen Sie abends keine Kohlehydrate (also kein Brot/Brötchen, Nudeln, Reis, etc.).
  7. Trinken Sie mindestens 2,5 Liter stilles Wasser täglich, um die Ausscheidung von Stoffwechselabfallprodukten zu fördern.
  8. Ich berate Sie, welche Massnahmen Sie zur Unterstützung Ihrer Leber durchführen können.
  9. Bauen Sie Ihren Stress ab. Erlernen Sie (ggf. zusammen mit mir in meiner Praxis) Entspannungsverfahren.
  10. Lassen Sie sich von mir beraten, welche Heilpflanzen gegen Blähungen helfen können.

Interesse oder Fragen? Dann rufen Sie mich einfach an unter 06433-946429 oder schreiben Sie mir über mein Kontaktformular.

Steinzeit-Ernährung (“Paleo”)

„Schon wieder eine neue Diät“, denken Sie sich….NEIN! Paleo ist keine Diät, sondern eine (Lebens-) Einstellung! Denn es geht nicht vorrangig darum, Gewicht zu verlieren. Das ist aber ein „schöner Nebeneffekt“!

Aber zum Anfang zurück: was ist denn Paleo oder die Steinzeit-Ernährung? Kurz gesagt: es wird der Focus auf natürliche und unverarbeitete Lebensmittel gelegt. Schwerpunktmäßig werden Gemüse, Nüsse, Samen, Obst, Fleisch, Fisch, Eier und Öle gegessen. Auf Getreide- sowie Milchprodukte, Zucker und Hülsenfrüchte wird verzichtet. Und da es sich – wie gesagt – nicht nur um eine Ernährungsweise handelt, kommt ausreichendem Schlaf, moderater Bewegung und wenig Stress eine große Bedeutung zu.

In einzelnen heißt das, dass man auf liebgewonnene aber ungesunde Lebensmittel verzichten muss, so z.B. auf Nudeln, Pizza, Brot/Brötchen, Wurst, Milch, Sahne, Käse, Joghurt, Quark, Süßigkeiten, Kuchen, Softdrinks, Alkohol …… Über die Getreide-/Weizen-/Glutenproblematik habe ich bereits in anderen Artikeln geschrieben und kann dort nachgelesen werden.

Was hat dies nun mit der Steinzeit (Steinzeit=Paläolithikum, davon ist „Paleo“ abgeleitet) zu tun? Die Theorie sagt, dass sich unser Körper, genauer gesagt unsere Verdauung, seit der Steinzeit  kaum verändert hat. Und in der Steinzeit wurden vor allem Gemüse, Nüsse, Samen, Obst, Fleisch, Fisch, Eier und Öle verzehrt (dieses zwar nicht immer mit dem heutigen Aussehen, da durch Zucht vieles verändert wurde). Zu dieser Zeit gab es noch keinen Ackerbau (also kein Getreide wie z.B. Weizen, Roggen, Reis,…). Da sich unser Körper an die heutige Ernährungsweise nicht angepasst hat, vor allem nicht an die stark veränderten, industriell hergestellten Lebensmittel (z.B. Tütensuppe), den hohen Zuckergehalt, minderwertige, künstliche Fette (z.B. Margarine) sind verschiedene Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen die Folge. Nicht nur Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Krebs etc. können die Folge der typischen westlichen Ernährungsweise sein, sondern auch z.B. chronische Müdigkeit, Erschöpfung, depressive Phasen, Konzentrationsschwierigkeiten, Hauterkrankungen, Verdauungsbeschwerden, Allergien, chronische Entzündungen und vieles mehr.

Deshalb: Stellen Sie Ihre Ernährung um und essen Sie „nach Paleo“! Schlafen Sie mindestens 7 bis 8 Stunden pro Nacht, bauen Sie Entspannungszeiten in Ihren Alltag ein (hierfür reichen 10 Minuten pro Tag!), gehen Sie in die Natur und bewegen Sie sich, am besten an der frischen Luft!

Haben Sie Fragen zur Paleo-Ernährung, dann kontaktieren Sie mich unter 06433-946429 oder per Email.

Es gibt natürlich auch eine Vielzahl an Literatur zum Thema Paleo. Exemplarisch hier meine zwei Tipps für Kochbücher:

Hier sehen Sie einige Fotos meiner selbst gekochten Paleo-Essen (Rezepte stammen meistens aus den obigen Büchern):

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Heuschnupfen

Es ist April, die Natur grünt und blüht…und die Pollen fliegen! Es ist Heuschnupfen-Zeit! Im Moment gibt es hier in Hadamar mäßige bis starke Belastungen durch Birkenpollen. Neben der Birke blühen im April im Allgemeinen auch Haselnuss, Erle, Weide, Pappel, Esche und Buche. Die Gräser folgen im Anschluß. Erst im September endet die Pollen- und damit die Heuschnupfen-Saison.

Reagieren Sie auf Pollen allergisch, leiden Sie z.B. an folgenden Symptomen: die Nase läuft (klares Sekret), die Augen tränen oder sind verschwollen, Sie müssen häufig niesen. Evtl. gesellt sich ein „wattiges“  Gefühl des Kopfes hinzu.

So behandele ich Heuschnupfen in meiner Praxis: Die Therapie steht auf fünf Säulen:

Säule 1: Kennen Sie Ihre Allergene? D.h., wissen Sie, auf welche Pollen Sie allergisch reagieren? Wenn nicht, kann dies in meiner Praxis mittels eines Blut-Tests festgestellt werden. Dies ist wichtig zu wissen, denn ein Teil der Therapie besteht darin, die Pollen zu meiden bzw. durch geeignete Maßnahmen damit besser umzugehen.

Säule 2: Darm-Therapie: Nur ein gesunder Darm besitzt ein gesundes und damit gut funktionierendes Immunsystem. Dies ist wichtig für die „Allergen-Abwehr“. Ob Ihr Darm gesund ist, kann durch eine Stuhl-Probe (Test-Sets gibt es in meiner Praxis) ermittelt werden.

Säule 3: Überprüfung und ggf. Therapie eines Mikronährstoffmangels. Vor allem die Mikronährstoffe Calcium, Zink und Selen sowie L-Glutamin (eine Aminosäure) sind hier zu erwähnen.

Säule 4: Eigenblut-Therapie: Hierbei entnehme ich kleine Mengen Blut aus Ihrer Vene, mische dieses mit einem individuell ausgesuchten, nur für Sie passenden Homöopathikum und reinjiziere diese Mischung. So werden Impulse zur Selbstheilung gesetzt und das Immunsystem moduliert.

Säule 5: Bei besonders starken und belastenden Heuschnupfen-Symptomen bietet sich eine Vitamin-C-Hochdosis-Infusionstherapie an. Das Vitamin C fungiert hier als Antihistaminikum (Histamin ist der  körpereigene Stoff, der die Heuschnupfen-Symptome hervorruft).

Sie haben Fragen hierzu oder benötigen noch weitere Informationen? Dann können Sie mich gerne anrufen (06433-946429) oder eine Email schreiben.

Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören!

 

Vitamin-D-Mangel

Über kaum ein anderes Vitamin wurde in den letzten Jahren so viel und so intensiv geforscht, wie über Vitamin D. So wurden allein im Jahr 2014 über 3000 neue Fachpublikationen, vor allem zur Heilwirkung von Vitamin D, veröffentlicht.

Jeder Mensch braucht Vitamin D! Vitamin D ist im Körper für das reibungslose Funktionieren fast aller Zellen und Organe nötig. Hierdurch erklärt sich die Wichtigkeit von Vitamin D.

Kennen Sie denn Ihren Vitamin-D-Status, d.h., wissen Sie, ob Sie ausreichend mit dem wichtigen Sonnenvitamin versorgt sind?

Es zeigt sich nämlich, dass eigentlich (fast) jeder an einem Vitamin-D-Mangel leidet. Wie kommt das?

  • Die natürliche Synthese von Vitamin D läuft in der Haut ab, wenn die Intensität der UV-Strahlung ausreichend hoch ist. Hierfür muss der UV-Index (zu erfragen beim Wetterdienst) mindestens den Wert 3 oder höher erreichen. Dies ist von Oktober bis März in unseren Breiten quasi nicht zu erreichen und damit können wir in dieser Zeit nicht genügend mit Vitamin D versorgt werden.
  • Die körpereigene Synthese von Vitamin D benötigt eine gut arbeitende Leber.
  • Unsere Lebensmitte sind meistens arm an Vitamin D. Wollen Sie mit Ihrer Ernährung einen Großteil Ihres Vitamin-D-Bedarfs decken, müßten Sie täglich (!) Heringe, Aal, Lachs oder Lebertran zu sich nehmen. So würden z.B. täglich 300 bis 500g Lachs Ihren täglichen Bedarf decken. Nur: wer ißt denn täglich Fisch?
  • Aus Angst vor Hautkrebs cremen wir uns mit Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor ein. Dies ist zwar bzgl. des Hautkrebsrisikos wichtig, das Vitamin D kann aber so nicht oder nur schlecht gebildet werden.
  • Wir sind zu wenig draußen im natürlichen Sonnenlicht!
  • Im Alter läßt die Vitamin-D-Produktion in der Haut nach.
  • Viele Medikamente bauen das Vitamin D im Körper zu schnell ab und führen somit zu einem Mangel.

Wenn Sie Ihren Vitamin-D-Status bestimmen lassen wollen, sprechen Sie mich an (Tel. 06433-649429 oder per Mail). Eine Blutentnahme in meiner Praxis bringt Klarheit. Natürlich sprechen wir bei einem nachgewiesenen Vitamin-D-Mangel auch über die Therapiemöglichkeiten.